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Alsfassener Schule war letztes Überbleibsel der Selbständigkeit vor der Eingemeindung nach St. Wendel |
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Im Jahr 2008 nahmen 65 Geschichtsinteressenten an den 13 Sitzungen des Arbeitskreises für Stadtgeschichte teil, mindestens einmal, der Arbeitskreisleiter und Kurt Jost an allen Sitz- ungen. Zwei waren außerplanmäßig (im Mia-Münster-Haus und Trier-Fahrt), elf von Anfang an geplant, mit acht Referenten. Im Jahresdurchschnitt gab es 19 Teilnehmer pro Sitzung. Gerd Weber, der diese Jahresbilanz zog, gab am 2. Adventssonntag schon das Jahresprogramm 2009 bekannt. Thema der 13. Arbeitskreissitzung im Café Lerner bildete die Eingemeindung Alsfassen- Breitens nach St. Wendel vor 150 Jahren. Die Alsfassener Schule, als Aquarell von Gerhard Birkenbach 1984 gemalt, hing an der Wand und erinnerte, 2007 durch das Stadtbauamt abgerissen, an die Selbständigkeit Alsfassen-Breitens. 1816 eingeschossig erbaut, später erweitert, als Wahrzeichen bezeichnet (vor dem Bau der St. Annenkirche), bildete sie ein bedeutsames ortsgeschichtliches Baudenkmal. Nach der Städteordnung für die preußische Rheinprovinz vom 15.5.1856, die für Städte eine Mindesteinwohnerzahl von 10.000 verlangte, blieb St. Wendel mit 2.733 Einwohnern (zusätzlich 745 Einwohner in Alsfassen-Breiten) unberücksichtigt. Auf Antrag des Stadt- rates, zuvor noch Gemeinderat geheißen, vom 6.3.1857 verlieh die königliche Regierung in Berlin durch Kabinettsorder vom 19.4.1858 die Städteordnung „der Stadt St. Wendel“. Die Einverleibung der beiden Vororte in St. Wendel trat am 13.1.1960 in Kraft. Die erste gemeinsame Sitzung der 18 Stadtverordneten (zwölf von St. Wendel und sechs von Alsfassen-Breiten) folgte am 21.1.1860. Anhand eines Textauszuges aus Max Müller (S.391-393) erarbeiteten sich die 22 Teilneh- mer die Einzelheiten der Verschmelzung, besonders hinsichtlich der „seit Urzeiten gemein- schaftlichen Bannes“. In dem neuen St. Wendeler Stadtteil blieb die Eingemeindung nach bis 1877 umstritten. Zu Sitzungsbeginn hatte Roland Geiger über die urkundlichen Ersterwäh- nungen von Alsfassen 1304 und Breiten 1221 und die wenigen bekannten Ortsgeschichten aus Mittelalter und Früher Neuzeit gesprochen. Nach 150 Jahren sind die früher selbstän- digen Vororte längst in St. Wendel, das 1974 seine Einwohnerzahl von 10.000 auf 29.000 steigerte, fast restlos aufgegangen. In der ersten Sitzung im Jahr 2009 spricht am 11. Januar der Historiker Johannes Naumann, Thalexweiler, vor dem Arbeitskreis für Stadtgeschichte über „150 Jahre Kreissparkasse St. Wendel“. Am 8. Februar 2009 sind die Gemeinderechnungen der Oberlinxweiler Heimmeier von 1750 bis 1870 das Arbeitskreisthema. |
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