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Tagesfahrt nach Saverne,

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Fußgängerzone

Ich gehe zurück in das Jahr 125 v.Chr.

Marmoutier und Neuviller-lès-Saverne

Geschichte

zusammengetragen von Ernst Wilhelm Kiefer

Der Name „Zabern“ oder, französisch ausgesprochen,  „Saverne“ kommt aus dem lateinischen Wort „Taberna“ und heißt übersetzt: Bretterbude, Schankbude, Unterkunft für Reisende, Wirts- und Gasthausbetrieb.
Zu Neros Zeiten wandelten sich die einfachen Tavernen zu stattlichen Verpflegungsstätten für militärisch Reisende.
Seit der mittleren Kaiserzeit wurde aus „Tres Tabernae“  (also 3 Tavernen) Ziaberna und schließlich Zabern  bzw. Saverne.

Zu dieser Zeit begannen die Römer mit der Eroberung der Mittelmeerküste und des Rhonetales. Das reichte ihnen aber noch nicht, so dass sie in den Jahren 58-51 v.Chr. ganz Gallien und die Insel Britannien eroberten. Zu Gallien gehörten damals die heutigen Gebiete: Frankreich, Belgien, Norditalien und die Pyrenäen.

In den weiteren 50 Jahren dehnte sich das römische Reich auch nach Osten hin aus bis zur Donau und Elbe.
Tavernen wurden zu dieser Zeit von den Römern zu Kastellen ausgebaut. Das waren militärische Befestigungs- anlagen für kleinere und größere Truppenlager
Auch Zabern wurde zu einem Kastell und diente zur Sicherung der Zaberner Steige, einem Vogesenübergang an der Römischen Straße von Straßburg nach Metz.
Übrigens: Viele Städtegründungen in späterer Zeit gingen aus ehemaligen römischen Militärlagern hervor.

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Platz mit Ehrendenkmal

Den Germanen gefiel es nicht, dass die Römer rechtsrheinisch so weit in östliches Gebiet vorgedrungen waren. So kam es dann auch 9 n.Chr. zu der vielbeschriebenen Varus-Schlacht, in der die Germanen unter Führung von Arminius den Römern unter Führung von Varus große Verlust zufügten. Danach war der Rhein wieder die Grenze und die Römer verstärkten ihre linksrheinische Militärpräsenz.

Kirche “Notre Dame de la Nativité”

Unter der Herrschaft des römischen Kaisers Vespasian wurden in den 50er Jahren n.Chr. die Legionen am Rhein reorganisiert, aber auch Gebiete zwischen dem Hochrhein und der Donau einverleibt, so dass das Elsass und damit auch Zabern nicht mehr Grenzregion war. Der damals begonnene Baubeginn des Limes machte deutlich, dass Vespasian der Defensivstrategie Vorrang gab vor Eroberungen.

Im Laufe der darauf folgenden 200 Jahre wurde der Limes zu einem 550 km langen Grenzwall ausgebaut, der nicht nur zur Abwehr von Angriffen sondern auch zur Kontrolle des Handels diente. Trotz dieses Ringwalls gelang es den Alemannen 351 n.Chr. vom Osten her bis an den Rhein vorzustoßen und das Elsass zu besetzen. Das ging nicht ohne erbitterte Kämpfe und Plünderungen ab, die zu Zerstörungen führten zu Lasten der ansässigen Bevölkerung.
Aber schon 6 Jahre später besiegte der Römische Feldherr und spätere Kaiser Julian Apostata die Alemannen in der Schlacht von Straßburg nach hartem Kampf.

Wieder 100 Jahre später, also 451 n.Chr. drangen Europäische Hunnen unter der Führung des Königs Attila in den gallischen Raum ein und verwüsteten viele Städte Galliens, u.a. Straßburg und Umgebung.

Mit dem Niedergang des Römischen Reiches um 500 n Chr  endete auch die römische Zeit Zaberns.

Seit der Besiedelung durch die Alemannen im 8. Jh. gehörte Saverne zum deutschen Sprachraum. Zur Zeit der Franken gehörte Saverne zum Bistum Metz, gelangte im 12. Jh. jedoch in den Besitz von Straßburg.

Im Zeitraum zwischen 1414 und dem Beginn der Französischen Revolution 1789 diente Saverne als Residenz der Straßburger Bischöfe.
Im 14. und 15. Jh. musste sich Saverne der Engländer und der Armangnaken erwehren. Das hing mit dem hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich zusammen.

Hotel

Im Bauernkrieg 1525 bezogen die aufständischen Bauern, die nicht mehr ein noch aus wussten hinsichtlich der hohen Abgabenlast, die sie gegenüber der Feudalherrschaft ertragen mussten, in Saverne ihr Hauptquartier. Es wird berichtet, dass der Herzog von Lothringen den aufständischen Bauern freien Abzug versprochen hatte, wenn sie die Waffen niederlegen. Als die Bauern dem nachkamen, wurden sie trotzdem von Landsknechten hinterhältig getötet, angeblich gegen den Willen des Herzogs. 18.000 Bauern mussten das mit ihrem Leben bezahlen.

Rhein-Marne-Kanal

Rosengarten

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Auch im Dreißigjährigen Krieg 1618-48 wurde Saverne umkämpft und wechselte mehrfach den Besitzer. Im Westfälischen Frieden wurde Saverne erneut dem Straßburger Bischof zugesprochen.

Ab 1704 residierte im Schloss die Fürstbischöfe aus dem Haus Rohan.

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wurde Elsass-Lothringen in das Deutsche Reich eingegliedert.

1877-1890 war Saverne der Standort des Rheinischen Jäger-Bataillons Nr. 8, aus der Sicht der Einheimi- schen eine Besatzungsmacht.

1913 gab es im Deutschen Reich eine Verfassungs- krise, weil ein deutscher Offizier in Saverne die elsässische Ortsbevölkerung als „Wackes“ beschimpft hatte, was zu einer „Zabern-Affäre“ wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die elsässische Mundart, also das „Elsässer Ditsch“ zunehmend und bewusst von der französichen Amts- und Schulsprache verdrängt. Doch in den letzten Jahren soll es wieder Bestrebungen geben, die einheimische Mundart zu retten.

Bahnhof

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